Für eine deutliche Verkehrsentlastung der Innenstadt

Die im Stadtrat bevorzugte Variante lässt kaum wahrnehmbare Verbesserungen erwarten

Die ÖDP in Aschaffenburg positioniert sich in der Diskussion zum künftigen Verkehrskonzept. Die von der Mehrheit des Stadtrats bevorzugte Variante 1 Plus mit Tempo 30 in der gesamten Innenstadt und einem kleinen verkehrsberuhigten Bereich in der Luitpoldstraße lässt keine wahrnehmbare Verbesserung der Verkehrssituation erwarten. Das Beispiel der Stadt Regensburg zeigt zudem, dass eine deutlich größere Fläche als die Innenstadt Aschaffenburgs in eine verkehrsberuhigte Zone umgewandelt werden kann. Um in der Bevölkerung Akzeptanz für eine weiterreichende Verkehrsberuhigung zu schaffen, empfiehlt die ÖDP ein schrittweises Vorgehen.

1. Der Einstieg erfolgt über die Variante 2. Diese sieht einen Ring von Einbahnstraßen um die Innenstadt vor, damit die Innenstadt vom massiven Durchgangsverkehr entlastet wird.

2. Nach dem Vorbild Utrechts (Niederlande) wird das Budget für den Radverkehr erweitert: Statt 11,50 €/Einwohner gibt die Stadt Aschaffenburg künftig 50,- €/Einwohner im Jahr aus. In Utrecht hat man auf diese Weise den Anteil des Fahrradverkehrs auf 60% erhöhen können. Die anfallenden Gesamtkosten von 3,5 Mio € werden dadurch überkompensiert, dass im Gegenzug z. B. viel weniger Geld für die Instandhaltung der Straßen ausgegeben werden muss. Denn weniger Autoverkehr bedeutet weniger Straßenschäden.

3. Wie in Regensburg belohnen die Bus- und Parkhaus-Tarife diejenigen, die nicht mit ihrem Auto in die Innenstadt fahren. Um den Aktionsradius der Innenstadtbesucher zu erweitern, verbindet ein Innenstadt-Express die Parkhäuser mit wichtigen Punkten der Innenstadt. Das Parkticket ist gleichzeitig ein Busticket.

4. Sind alle diese Maßnahmen umgesetzt, kann darüber nachgedacht werden, die Fläche der verkehrsberuhigten Bereiche auszuweiten. Es erscheint nicht unrealistisch, dabei sogar noch über die Variante 3 hinauszugehen.


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